28. September 2012

Riskier mal was...



...und sag nicht Takk for maten!


OK, tulla! Ganz so schlimm war es doch nicht. Nur diesmal habe ich Bratkartoffeln gekocht und Vær så god! erwidert.


Heute ist ein fantastischer Tag: In den ersten beiden Stunden Englisch haben wir uns Vorträge angehört. In Deutsch ein Wortspiel gespielt. In Kultur und Kommunikation einen Film geschaut. In Psychologie ist die Lehrerin nach 40 Minuten immer noch nicht da gewesen. Und Mathe ist ausgefallen.
Unterm Strich:
Nichts gemacht.

Trends:
1. Hauptsache du rennst den ganzen Tag mit deinem Schlüssel durch die Schule!
2. Gardinenlook
3. Strickklamotten
4. In der Pause über den Gang laufen und sich fühlen wie in der Disco. Meine Schule. Aus allen Räumen schallt musikk.
5. Gesprächsthema Nummer <10: Dialekte in Norwegen





Und jetzt? Ferien! Heute gehts Richtung Norden. 
Jeg er klar og gleder meg til det.

Machs gut, Lisa.


26. September 2012

Faen!

Heute war Fototermin in der Schule. Wer hats nicht gewusst? Lisa. Spitze!

Bestaunt ihre langen Haare!

23. September 2012

Jeg viser dere Norges skjønnhet







Wieder habe ich eine Woche erfolgreich überlebt - mittlerweile bereits die Fünfte. Der Höhepunkt meine Woche war eindeutig, als ich meine Norwegischhausaufgabe vor der gesamten Klasse vorlesen musste, natürlich auf norwegisch. Das Schlimmste daran war der Inhalt. Es war eine Selbstbeschreibung im Sagastil, die besonders unrealistisch ausfiel.
Das erste Paket ist angekommen. Die Sprache wird logischer, besser, einfacher. Die Sonnenuntergänge bleiben gleich schön. Handball wird härter, schmerzhafter, aber logischer. Schule wird stressiger, aber interessanter. Meine Klasse öffnet sich langsam. Freundschaften befinden sich weiterhin in weiter Ferne. Ja, es ist nicht einfach, plötzlich drei Geschwister zu haben, wenn man vorher keine hatte. Doch langsam festigt sich auch da die Bindung. Katharina schleicht sich in mein Handballtraining, schaut zu und wünscht sich, dass ich ihr Spiel ansehe. Dann singen wir zusammen Call Me Maybe. Am nächsten Abend sitze ich mit Herman auf dem Sofa und wir schauen uns Failvideos auf Youtube an. David fragt, ob wir zusammen Skip-Bo spielen können, ich lese ihm eine Gute-Nacht-Geschichte vor, er sagt Natta! und umarmt mich. Das sind die Kleinigkeiten, die mein Herz täglich ein bisschen höher schlagen lassen.

Und Kultur und Kommunikasjonslehrer ist so ein Typ! Nicht nur, dass er einen Blog, Twitter und Facebook hat und das alles noch mit in seinen Unterricht einbaut, nein, er schreibt auch in der Stunde auf Facebook muslimische Mädchen, die Niqab tragen, an und vereinbart mit ihnen ein Treffen. Leila wird also am 11. Oktober zu uns in die Schule kommen und vor rund 80 norwegischen Schülern (und einer Deutschen) ein Interview geben und alle Fragen beantworten. Ja, das ist Norwegen. Alle chillen.
Bis auf die Deutschlehrerin vielleicht. Sie kommt aus Deutschland und das merkt man auch. Sie ist die Einzige, die bis jetzt Schüler rausgeschickt hat, weil sie sich nicht wie gewünscht verhalten haben und die nicht redet, bevor es ganz ruhig ist.

Der Test in Psychologie lief gut, hab ihn sogar auf norwegisch geschrieben. Dann wurde ich noch von zwei Mathetests und einem Deutschtest überrascht. Lief aber alles bestens. Es war einfach die allerbeste Entscheidung, die Fächer hier zu wechseln. Der Deutschunterricht hilft mir wirklich weiter. Haha, aber ja. Ich schreibe eben Norwegischtests. Dadurch habe ich drei verschiedene Fächer, in denen ich Norwegisch als Sprache lerne und dazu kommen noch alle anderen, wo auch norwegisch gesprochen wird.

Ich hatte mir fest vorgenommen, die Tage hier nicht zu zählen, aber die verdammte Buskarte macht mir das unmöglich, wenn sie mir jeden Tag "241 dager igjen" anzeigt -.-

Noch eine Woche bis zu den Høstferien. Es geht nach Hamar zu farmor, raus in die Natur, ab in den Norden.

Zum Schluss noch die neusten Trends:
1. Twitter
2. Poste deine Medikamente auf Instagram.
3. Hackfleisch, Ketchup und Schmand - ein Muss auf norwegischer Pizza
4. Rasen mähen und das gemähte Gras einfach liegen lassen?
5. Ketten, die 50% des Décolletés abdecken
6. Reiter- oder Gummistiefel, gern auch zum Schnüren.



Machs gut, Lisa.

17. September 2012

Wieso ist es so schön? Wieso?
















Fels feat. Feld

Am Sonntag haben meine Gasteltern und ich eine kleine Fahrradtour zum Meer gemacht und von dort aus sind wird auf Fjelltur gegangen. Ich dachte immer, Fjell sei nur das hohe Gebirge, aber wenn man auf den Felsen an der Küste rumklettert, dass ist das anscheinend auch Fjell. War wunderschön.
Am Mittwoch schreibe ich meine erste Psykologiprøve. Ich darf das Buch benutzen, also mal schauen.

Machs gut, Lisa.

Explorius Treffen



Marie und ich

Samstag war das Treffen meiner Organisation für alle Austauschschüler in Süd- und Ostnorwegen. Es war schön, die Leute aus Kopenhagen wieder zu sehen und noch weitere neue kennen zu lernen. Unsere Gastfamilien haben sich so gut verstanden, dass Marie und ich danach noch Mittag essen gegangen sind.

Das war ein wenig unspektakulär, ich weiß. Aber heute Abend gibts mehr Infos und vor allem mehr Bilder!

Machs gut, Lisa. 

11. September 2012

Strömstad og båt



Italiensk og Tysk fra Norge til Sverige Am Samstag hat sich mal wieder gezeigt, wer die wahren Powershopper sind. Rita, mein Gastvater und mein ältester Gastbruder und ich sind am Samstag nach Strömstad in Schweden gefahren und haben schwedische Preise ausgiebig genossen und uns ordentlich was gegönnt!

Båt - Am nächsten Morgen sind wir mit unserem Boot rausgefahren. Es sieht aus wie eine winzige Yacht, aber wenn man damit fährt, ist es so heftig, dass man sich teilweise festhalten muss. Trotzdem hat es super viel Spaß gemacht. Wir sind an der Hytta von Prinzessin Märtha Louise vorbeigefahren. Ich saß mal wieder mit offenem Mund da und habe die Küste und die Felsen bestaunt.
Später am Abend haben wir noch Holz für den Winter gestapelt. Wir hatten sogar schon einmal Feuer im Kamin und ich habe mehr als einmal schon Strumpfhosen getragen. War eh klar.


Ein Traum!


Heute hab ich die Steckdosen in meinem Klassenzimmer gezählt:
11x3 an den Wänden + 8x4 von der Decke = 65 Steckdosen für 28 Schüler und einen oder zwei Lehrer.

Außerdem habe ich meinen Stundenplan geändert. Ich habe jetzt R-Mathe, das ist der schwerste Kurs und ich hab gleich das erste Mal was von Vektoren gehört. Scheint aber machbar zu sein, auch, wenn es etwas  komplett Neues ist. Leider habe ich dafür einen richtig voller Stundenplan und zusätzliche Stunden. Ich kann an keinem Tag länger schlafen und bin nur an einem Tag nicht bis 15:20 in der Schule.
Und dann war da noch Französisch, wo ich es einfach nicht ausgehalten habe. Der Lehrer hat eine ganze Stunde gebraucht, um einen kleinen Text durchzusprechen und nach jeder Bedeutung der einzelnen Worte zu fragen. Dafür habe ich jetzt Deutsch, was auch nicht viel effektiver ist, dafür macht es Spaß und die Lehrerin ist nett.
Und letztendlich kann ich keinen Geschichtsunterricht mitmachen (Oooooh), weil genau in der Zeit Norwegischstunden für Leute, die noch nicht so lang hier leben, stattfinden. In dem Kurs ist eine, die seit vier Jahren in Norwegen wohnt und dann komm ich! :D


Das durfte ich heute in der Kultur og Kommunikasjonsstunde abspielen, um deutsche Musik zu präsentieren.

Machs gut, Lisa.

6. September 2012

Ohne Titel, aber mit Titel

Heute war ich nach meinen zwei Stunden beim ersten Treffen des Schulchores. Das dauerte ganze 10 Minuten und bestand nur darin, dass man seinen Namen und seine Handynummer in eine Liste geschrieben hat. Die Neuen durften dann noch kurz vorsingen und wurden in den Sopran eingestuft. Und wer waren die Neuen? HA, zwei deutsche Austauschschülerinnen. Gott, ich fühle mich nicht mehr ganz allein, dafür aber so verstanden. Danke Greta :)
Dann habe ich meinen Gastbruder von der Barneskole abgeholt und das Spiel von unserer Mannschaft gesehen. Hab mich noch nicht getraut, mitzuspielen, weil ich mir bei den Regeln nicht so sicher bin, aber ich glaube, das war auch besser so, weil es wirklich brutal aussah.

Morgen gehe ich mit ein Paar Mädels aus meinem Englischkurs ins Kino zu The Bourne Legacy. Diesmal auf Englisch. Ich schätze, ich werde weniger verstehen als beim norwegischen Film mit norwegischem Untertitel. Sprachen zu mixen ist nie gut.
Diesen Samstag fahren meine Gastfamilie, ich und Rita, die italienische Austauschschülerin in Sarpsborg, nach Schweden zum Shoppen.

Es ist wahr, norwegische Sonnenuntergänge kann man mit nichts vergleichen. Mal wieder wurde einer festgehalten.

Heute gibts ein paar Namenstrends. Einsame Spitze sind in meinem Alter in Norwegen:
1. Elin
2. Kamilla
3. Emilia

Nachnamen:
1. Johansen
2. Olsen
3. Andreassen
4. Eriksen
5. Hansen
6. Andersen

Habe jetzt noch ein paar Bilder von Oslo bekommen und sie hier hochgeladen.

Machs gut, Lisa.

2. September 2012

Hvaler og Lervik


Am Wochenende war ich mit den Mädels vom Handball auf einer Insel - Hvaler. Es war eine Art Trainingslager, nur keine hatte wirklich Lust, da zu sein, so dass alle schon früher abgefahren sind. Wir haben unnormal viel Krafttraining gemacht und ich kann den Muskelkater, der mich erwartet, kaum erwarten. Juhu.
Wir haben in der Halle auf der Tribüne geschlafen. Einige Mädels haben ihr eigenes Auto, sodass wir abends in der Dämmerung und bei Sonnenuntergang ein bisschen rumgecruist sind. Stellt euch vor, ihr fahrt auf einer Straße, links und rechts Leitplanken und direkt dahinter das Meer, aus dem überall winzige flache Inseln hervorschauen. + norwegischer Sonnenuntergang. = fantastisk. Es ist unnormal, wie wunderschön hier die Sonnenuntergänge sind, aber ich sitze immer im Auto, wenn ich einen erlebe.
Die Mädels sind richtig gut drauf, witzig und rücksichtsvoll. Sie sagen immer "Du er så flink i Norsk." Sowas zu hören freut mich immer ungemein, auch wenn ich eigentlich das Gefühl habe, sprachlich festzustecken. Ich lerne zwar jeden Tag neue Wörter und verstehe mehr, aber irgendwie mangelt es an der Anwendung. Vielleicht kann man nach zwei Wochen auch nicht mehr erwarten.






Gestern war ich mit meiner Gastmutter zum ersten Mal in Norwegen in einem Supermarkt. Echt witzig, die haben da eine Brotschneidemaschine, in die du das ganze Brot legst und 5 Sekunden später kommt es fertig geschnitten wieder raus. Zuhause habe ich Kräuterfrischkäse gemacht, der auf die Brote kam und danach bin ich mit meiner Gastmutter, Katarina und David nach Lervik an den Strand gefahren. Alle in Bikini, außer ich in Jacke und langer Hose, habe gefroren. Das ist genau wie in der Schule. :D

Die neusten Trends:
1. Eines der ersten Dinge, die mir aufgefallen sind: Licht wird immer angelassen, auch tagsüber, wenn man nicht zuhause ist.
2. Augenbrauen möglichst dunkel färben
3. Wenn die Norweger Sport machen, haben sie eine Top Ausrüstung und sehen aus wie Vollprofis, auch wenn es nur in der Schule ist.
4. Bevor man aufs Schulklo geht, den Wasserhahn aufdrehen. :D
5. Freitags Tacos essen

Machs gut, Lisa.

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