23. September 2012

Jeg viser dere Norges skjønnhet







Wieder habe ich eine Woche erfolgreich überlebt - mittlerweile bereits die Fünfte. Der Höhepunkt meine Woche war eindeutig, als ich meine Norwegischhausaufgabe vor der gesamten Klasse vorlesen musste, natürlich auf norwegisch. Das Schlimmste daran war der Inhalt. Es war eine Selbstbeschreibung im Sagastil, die besonders unrealistisch ausfiel.
Das erste Paket ist angekommen. Die Sprache wird logischer, besser, einfacher. Die Sonnenuntergänge bleiben gleich schön. Handball wird härter, schmerzhafter, aber logischer. Schule wird stressiger, aber interessanter. Meine Klasse öffnet sich langsam. Freundschaften befinden sich weiterhin in weiter Ferne. Ja, es ist nicht einfach, plötzlich drei Geschwister zu haben, wenn man vorher keine hatte. Doch langsam festigt sich auch da die Bindung. Katharina schleicht sich in mein Handballtraining, schaut zu und wünscht sich, dass ich ihr Spiel ansehe. Dann singen wir zusammen Call Me Maybe. Am nächsten Abend sitze ich mit Herman auf dem Sofa und wir schauen uns Failvideos auf Youtube an. David fragt, ob wir zusammen Skip-Bo spielen können, ich lese ihm eine Gute-Nacht-Geschichte vor, er sagt Natta! und umarmt mich. Das sind die Kleinigkeiten, die mein Herz täglich ein bisschen höher schlagen lassen.

Und Kultur und Kommunikasjonslehrer ist so ein Typ! Nicht nur, dass er einen Blog, Twitter und Facebook hat und das alles noch mit in seinen Unterricht einbaut, nein, er schreibt auch in der Stunde auf Facebook muslimische Mädchen, die Niqab tragen, an und vereinbart mit ihnen ein Treffen. Leila wird also am 11. Oktober zu uns in die Schule kommen und vor rund 80 norwegischen Schülern (und einer Deutschen) ein Interview geben und alle Fragen beantworten. Ja, das ist Norwegen. Alle chillen.
Bis auf die Deutschlehrerin vielleicht. Sie kommt aus Deutschland und das merkt man auch. Sie ist die Einzige, die bis jetzt Schüler rausgeschickt hat, weil sie sich nicht wie gewünscht verhalten haben und die nicht redet, bevor es ganz ruhig ist.

Der Test in Psychologie lief gut, hab ihn sogar auf norwegisch geschrieben. Dann wurde ich noch von zwei Mathetests und einem Deutschtest überrascht. Lief aber alles bestens. Es war einfach die allerbeste Entscheidung, die Fächer hier zu wechseln. Der Deutschunterricht hilft mir wirklich weiter. Haha, aber ja. Ich schreibe eben Norwegischtests. Dadurch habe ich drei verschiedene Fächer, in denen ich Norwegisch als Sprache lerne und dazu kommen noch alle anderen, wo auch norwegisch gesprochen wird.

Ich hatte mir fest vorgenommen, die Tage hier nicht zu zählen, aber die verdammte Buskarte macht mir das unmöglich, wenn sie mir jeden Tag "241 dager igjen" anzeigt -.-

Noch eine Woche bis zu den Høstferien. Es geht nach Hamar zu farmor, raus in die Natur, ab in den Norden.

Zum Schluss noch die neusten Trends:
1. Twitter
2. Poste deine Medikamente auf Instagram.
3. Hackfleisch, Ketchup und Schmand - ein Muss auf norwegischer Pizza
4. Rasen mähen und das gemähte Gras einfach liegen lassen?
5. Ketten, die 50% des Décolletés abdecken
6. Reiter- oder Gummistiefel, gern auch zum Schnüren.



Machs gut, Lisa.

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