21. April 2013

Ey, der Regen!

Achtung, das ist ein Eintrag von letzter Woche, den ich nur nicht geschafft habe zu veröffentlichen. (Bei dem Satz bin ich mir besonders unsicher, ob er grammatisch richtig ist :D) Im Moment bin ich in einer ganz anderen Stimmung, aber das hier wollte ich einfach mal sagen!


Der Schnee ist nur zu 99 Prozent geschmolzen und hat überall, gleichmäßig verteilt Steinchen, Sand und Splitt hinterlassen. Also Dreck meine ich. Nun sitz ich hier in meinem warmen Zimmer, draußen prasselt der Regen som faen gegen das Fenster und das ist richtig so. Es wird Zeit, dass hier alles mal ordentlich sauber wird. Ich denke dran, dass das hier meine letzten zwei Monate sind. Heute in zwei Monaten werde ich wieder meine Füße auf deutschen Boden setzen. Zuerst morgens in Frankfurt und gegen Mittag endlich in meinem geliebten Dresden! Viel, glaube ich, wird sich nicht verändert haben. Aber eine Sache hat sich verändert. Und die ist so bedeutend, dass ich es kaum erwarten kann, wieder meine Familie in die Arme schließen zu können. Trotzdem ist das Gefühl nicht neu. Die Wahrheit ist, ich habe seit ungefähr Oktober mein Auslandsjahr damit verbracht, mich auf Deutschland zu freuen. Ich habe mich integriert, eine neue Sprache fließend gelernt, ein paar gute, neue Freunde gefunden, teilweise aus der ganzen Welt. Aber dennoch ist mir bewusst geworden, wie sehr ich mein Zuhause liebe und dass ich es vermissen kann. Das hätte ich vorher nicht gedacht.
Nein, hier ist nicht alles schlecht, hier ist es sogar ganz fantastisch, aber wenn man erstmal weg von den gewohnten Dingen ist, dann merkt man erst wie toll sie sind! Am Anfang war ich geschockt, wie sehr Deutschland und Norwegen sich doch gleichen. Von Wegen die Küste ist alles voll mit Fjorden und überall laufen nur schöne Skandinavier rum. Hätte mich jemand mittendrin, irgendwo in Norwegen ausgesetzt, in einem Dorf ohne Straßenschilder und sonstige Schrift, ich hätte meinen können, ich wär in Deutschland. Aber ich hab trotzdem immer wieder neue, witzige, überraschende Sachen entdeckt und viel Neues gelernt. Ja, ich hab mir tatsächlich Kochen gelernt! Und eine neue Sprache - Herregud! Ich freue mich so auf den Moment, wo ich zum ersten Mal in meinen Lebenslauf schreiben kann "Ich spreche fließend norwegisch."

 Mir fallen tausend Gründe ein, warum ich genau jetzt gern in meinem deutschen Zuhause wäre, obwohl ich gleichzeitig genauso viele Gründe zum Hierbleiben finde. Es ist ein Teufelskreis, aber vor mir liegen noch 55 Tage, auf die ich mich unglaublich freue. Es gilt jetzt, meine To-do-Liste abzuarbeiten:
- noch einmal nach Schweden
- den Pretty Little Liars Marathon mit Pernille & Co. weiterführen
- mit Handball aufhören
- ein Probetraining im Fitnesstudio
- evtl. auch einen Probemonat machen
- Tusenfryd Vergnügungspark
- Grillabend mit Greta
- aktiver werden in PRESS
- einmal im Meer/Fjord baden!
- Besuch von Alina und Joana aus Stavanger
- Rita, Idil und Janne treffen
- eine Videoaufnahme von all meinen Freunden machen
- ein Foto von uns mit vielen norwegischen Flaggen

Ein Lied direkt aus meinem Herz: Müsste gehen. Hör auf den Text!

Machs gut, Lisa.


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